Endlich ist es Sommer. Und ich habe da etwas Großartiges entdeckt am oberbayerischen Pilsensee: SUP-pen! Mit dem Stand-up-Paddling-Board macht es richtig Spaß, den kleinen See zu erkunden. Bei klarem Himmel sogar mit herrlichem Alpenpanorama. Zeit für einen Ausflug in den bayerischen Teil der Karibik!

Klitzekleiner See mit Karibikfeeling

Heute treibt mich die Wanderlust ‒ so nannten einst die Romantiker den Zustand, wenn man mit seinem Hintern nicht zuhause bleiben kann ‒ mal wieder ins Fünfseenland. Schön, dass Du mit von der Partie bist und mich begleitest! Hier, im Herzen von Oberbayern, wartet ein schier tropisch anmutendes Fleckchen Erde auf uns: der Pilsensee mit seinem türkisblauen Wasser umgeben von satt-saftigem Grün bei herrlichstem Sonnenschein.

Und wieder einmal bin ich beeindruckt (und dankbar), wie unglaublich schön es doch „dahoam“ vor unserer Haustüre ist. Doch fangen wir von vorne an…

Der SUP-Verleih am Pilsensee

Mit dem Auto fahren wir nach Seefeld, das keine 40 Minuten von München und weniger als eine Stunde von Augsburg entfernt liegt. Mit anderen Worten: das perfekte Ausflugsziel für einen heißen Sommernachmittag. Dort liegt der Campingplatz Pilsensee mit seinem geräumigen Parkplatz, auf dem wir unser Vehikel im Schatten abstellen.

Am Eingang zum Campingplatz erklären wir den zuständigen Menschen, dass wir zum Stand-up-Paddeln wollen – und dürfen ohne Eintritt zu zahlen passieren. Ein Tag im Strandbad kostet sonst nämlich 2€.

Einmal quer über den Campingplatz und schon stehen wir vor dem SUP-Verleih am Pilsensee.

Direkt am Ufer des Pilsensees steht eine Holzhütte, vor der bunt verstreute Stand-up-Paddling-Boards auf dem Rasen liegen. Darin wohnt die SUP-Station am Pilsensee, die treffenderweise „Bavarian Waters“ heißt. (Übrigens ein treffender Name, wie ich finde. Gut getextet!)

Die Pilsensee SUP-Station, an der man sich Stand-up-Paddling-Boards ausleihen kann

Hier leihen wir uns ein SUP von sehr sympathischen Surfer-Dudes aus. Diesem Typ Mensch bin ich zuletzt in Padang Padang Beach auf Bali begegnet, was das Urlaubsfeeling weiter verstärkt. Und die Jungs passen netterweise sogar auf unseren Krams auf, während wir auf dem See unterwegs sind.

Paddel, paddel, chill & plansch

Im Gegensatz zu meinem ersten SUP-Erlebnis auf den Hamburger Alsterkanälen können wir uns Zeit lassen hier am Pilsensee: SUP-Board gemütlich ins knietiefe Wasser tragen, draufknien, wasserfesten Beutel festklemmen und lospaddeln. Läuft.

Erst kniend und dann stehend paddeln wir hinaus auf den Pilsensee, der mit seinen 2,5 Kilometern Länge und einem Kilometer Breite angehnehm überschaubar ist.

Zugegeben: Ich stelle mich auf dem Stand-up-Paddling-Board anfangs ein wenig ungeschickt an. Entsprechend eiern wir erst einmal mehr über den See, als man das geradlinig gleiten nennen könnte. Zum Glück ist quasi nichts los auf dem Wasser, als wir die SUP-Station und das Strandbad erst einmal hinter uns gelassen haben. Und es wird schnell besser.

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Mit Blick auf die Alpen am Horizont gleiten wir mit Rückenwind (danke!) in Richtung Naturschutzgebiet Herrschinger Moos im Süden des Pilsensees.

Bei klarem Wetter sieht man die Alpengipfel hinter dem Südende des Pilsensees aufragen.

Auf 2/3 der Strecke stoppen wir das Board. Es ist Zeit ein wenig zu planschen und zu schwimmen. Und das schaffen wir sogar, ohne das Board umzukippen. Juhu! Mit der Eleganz einer Meerjungfrau (oder wie heißt nochmal das riesige Säugetier mit der breiten Schwanzflosse?) gleite ich ins Wasser.

Nach dem Baden werfe ich einen schnellen Blick rundum – die Luft ist rein – und schalte auf dem Handy die Musik ein. Es läuft leise Kizomba. Der perfekte Soundtrack, um uns gemeinsam auf das SUP zu drapieren und diesen Sommertag ganz entspannt zu genießen.

Gegenwind und SUPerkräfte

Bevor wir zu kross werden entscheiden wir uns schließlich dafür, gemütlich den Rückweg anzutreten. Als wir die Augen öffnen, stellen wir jedoch mit einem kurzen Blick auf die Umgebung fest: Ups, uns hat die Strömung bis kurz vor das Naturschutzgebiet getrieben.

Dazu kommt, dass der Wind inzwischen aufgefrischt hat. Was vorher ein sanfter Rückenwind war, ist inzwischen ein ordentlicher Gegenwind geworden. Zeit, die dicken Arme auszupacken und den Turbogang anzuwerfen. Gut, dass Du mit dabei bist und wir uns auf dem SUP abwechseln können!

Zurück am SUP-Verleih fragen uns die Surfer-Jungs, wie lange wir unterwegs waren (2 Stunden) und wir zahlen – bevor es nach nebenan ins Strandbad geht. Gut, dass wir ein kleines Picknick vorbereitet haben. Denn SUP-Paddeln auf dem Pilsensee macht definitiv hungrig!

Hier sind die 2020er-Preise fürs Stand-up-Paddling am Pilsensee. Immer aktuelle Infos findest Du auf bavarianwaters.com.